Geschrieben am 08.11.2022
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Agenda-Büro

Mittwoch, 16. November, um 10.30 Uhr im UNT-Bereich des Stadthauses (Tourist-Info).

Kaffeeliebhaber*innen können künftig einen Stadtkaffee Ulm/Neu-Ulm" genießen. Vertrieben werden die fair gehandelten Bohnen aus Bioanbau über den Weltladen und die Fair-Trade-Gruppen in beiden Städten. Auch die UNT wird den Kaffee in ihr Sortiment aufnehmen.

Vorgestellt werden Kaffee und dahinter stehende Idee bei einem (Foto)Termin mit Oberbürgermeister Gunter Czisch, Oberbürgermeisterin Katrin Albsteiger sowie Susanne Bosch vom Ulmer Weltladen und Nadine Elghonimy, Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ),  am

Anschließend besteht im Weltladen die Möglichkeit zur Verkostung, auch dort sind Sie herzlich willkommen. Auf dem Wochenmarkt sollen am Mittwoch Kaffee-Gutscheine verteilt werden.

Einige Infos zum Kaffeeanbau in Burundi, woher der Kaffee kommt und zum Importeur WeltPartner:

Burundi befindet sich im Südosten Afrikas. Mit knapp 28.000qkm hat es in etwa die Fläche von Brandenburg. 85% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Exportiert werden vor allem Kaffee (79%) und Tee. Seit den 1980er Jahren ist eine Partnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg gewachsen, die im Mai 2014 mit einer Partnerschaftsvereinbarung neu belebt wurde.

Zwischen 1990 und 2000 wurde rund 9% der Landesfläche Burundis abgeholzt. Um diese Schäden zu beheben und die Situation der Bevölkerung zu verbessern, werden in einem Agroforstprojekt gezielt Flächen mit Bananen, Obst und Gemüse in Mischkultur mit Kaffee angepflanzt. Hiervon profitieren über 11.000 Familien, das sind circa 77.000 Menschen. Sie leben auf kleinen Flächen von oftmals nur einem halben Hektar und ernähren sich von den angebauten Kulturen. Mit dem Kaffeehandel verschaffen sie sich ein wichtiges Zusatzeinkommen. Unterstützt wird das Agroforstprojekt durch die Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg, das Staatsministerium Baden-Württemberg und den Bio-Anbauverband Naturland.

Bis zur Jahrtausendwende war der Kaffeehandel in Burundi staatlich gelenkt. Seitdem organisiert der Genossenschaftsverband COCOCA die Kaffeekooperativen. Die Vorfinanzierung der Ernte mit bis zu 50% des Umsatzes sowie garantierte Mindestpreiszahlungen zählen genauso zu den Leistungen von WeltPartner wie ein fest vereinbarter Qualitätsaufschlag für die hochwertigen Bio-Arabicakaffees. Mit den Infrastrukturaufschlägen stärkt COCOCA seine Mitgliedskooperativen vor Ort, zum Beispiel durch den Bau von Anlagen zur nassen Kaffeeaufbereitung.

Der Stadtkaffee Ulm/Neu-Ulm wächst im Hochland zwischen 1400 und 1800m auf Vulkanboden, Bio-Arabica-Sorte Bourbon und wird handverlesen. Durch die schonende Langzeitröstung wird die Säure auf natürliche Weise abgebaut. Der Stadtkaffee Ulm/Neu-Ulm ist für alle Zubereitungsarten geeignet.

Die Fair Trade-Genossenschaft WeltPartner mit Sitz in Ravensburg importiert fair gehandelte Waren von über 60 Projekten aus über 40 Ländern in Lateinamerika, Afrika und Asien. Das Sortiment reicht von Lebens- und Genussmitteln wie Kaffee, Tee, Gewürzen, Snacks und Feinkostartikeln bis hin zu handwerklichen Produkten wie Papeterie, Filzartikeln, Strickwaren und Taschen. Hauptkundengruppe sind die Weltläden in Deutschland und Österreich. Der Jahresumsatz von WeltPartner beträgt knapp zwölf Millionen Euro.

 

 

Einladung-Stadtkaffee

Burundi-Stadtkaffe Einladung