Aktuelles

am Samstag, den 16. September

Wie jedes Jahr mit kostenlosem ÖPNV und zahlreichen Veranstaltungen und Attraktionen. Das Programmheft liegt demnächst an vielen öffentlichen Stellen aus.

In Ulm findet dieses Jahr der 1. Ulmer Green Parking Day statt, um auf den hohen Flächenverbrauch durch den ruhenden Verkehr aufmerksam zu machen: Von 10 bis 15 Uhr werden rund um die Innenstadt rund 30 Parkplätze umgewidmet und von Partnerorganisationen mit witzig-informativen Angeboten bespielt. Seien Sie gespannt!

Außerdem findet erstmals die geführte Radtour Wasserkraft an der Blau - gestern und heute mit Energie-Fach-Journalist Julian Aicher vom Büro rio's statt. Treffpunkt um 14 Uhr am Radhaus am Rathaus; bitte im Agenda-Büro anmelden.

Geschrieben am 08.08.2017

Klimawandel - Weiter-So?

Die Direktkandidat*innen nehmen Stellung zu entscheidenden Umweltthemen: Landwirtschaft und Ernährung, Energie, Mobilität und Verkehr, Artenvielfalt und Naturschutz.
am Dienstag, den 19. September um 19 Uhr im Stadthaus Ulm

Geschrieben am 08.08.2017

Gutes Leben ohne Wachstum

mit Prof. Dr. Niko Paech

Agenda-Forum der lokalen agenda ulm 21 in Kooperation mit der VH Ulm am Freitag, den 13.10. um 19.30 Uhr in der VH Ulm, Club orange

"Der zerstörerische Traum vom Fortschritt-  Der kapitalistische Lebensstil ist verlockend, aber ein ökologisches  Desaster. Die Digitalisierung verschlimmert die Lage."(Niko Paech in Zeit online v. 03.01.2017)

Niko Paech ist Wirtschaftswissenschaftler und lehrt an der Universität Siegen alternatives Wirtschaften und Nachhaltigkeit. Er ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker und Verfechter einer "Postwachstumsökonomie". Zu den Forschungsschwerpunkten seiner Arbeit gehören u.a.die Umweltökonomie und ökologische Ökonomie und die Nachhatligkeits-und Konsumforschung

Geschrieben am 04.07.2017

"Faire Mode"

am Samstag, den 07.10. findet im Club Orange im Einsteinhaus eine Veranstaltung des Ulmer Weltladens zum Thema faire Kleidung statt: der Fachjournalist für fairen Handel Frank Herrmann hält einen Vortrag über faire Mode, und es wird eine faire Modenschau geben. Im Rahmen unserer Ulmer Fairtrade Initiative hat der Ulmer Weltladen nun angeregt, diese Veranstaltung zu öffnen und weitere Erzeuger und Händler fairer Mode aus Ulm und Umgebung einzubinden.

Wiederverwenden statt Wegwerfen ist Abfallvermeidung. Deshalb lohnt es sich, den regionalen Tausch- und Verschenkmark der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU) zu nutzen. Jeder kann hier kostenlos und ganz einfach privat tauschen, verschenken und suchen. Gut erhaltene Möbel, funktionstüchtige Elektrogeräte oder andere Gebrauchsgegenstände können hier einen neuen Besitzer finden.

Ziel ist die Förderung der Abfallvermeidung und somit auch der Umweltschutz. Denn: bei der Produktion von Gebrauchsgegenständen werden Energie und Rohstoffe verbraucht. Je länger ein Produkt benutzt wird, desto ressourcenschonender ist es.

Hier der Link, mit dem Sie direkt auf den Tausch- und Verschenkmarkt gelangen: http://www.ebu-ulm.de/tauschboerse/tauschboerse.php

Dort gibt es auch eine ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise. Die Nutzung ist einfach und unkompliziert - und erfolgversprechend!

Geschrieben am 07.03.2017

Fairteiler

Der Fairteiler ist ein frei zugänglicher Schrank mit eingebautem Kühlschrank, der seit einigen Wochen im Erdgeschoss des HDB steht und dazu dient, dass übriggebliebene Lebensmittel an die Frau/den Mann kommen. Dort können Lebensmittel, die man selbst nicht
(mehr) konsumieren möchte oder kann, einfach eingestellt werden. Zum Beispiel, weil man in den Urlaub fährt und der Kühlschrank noch nicht leer ist; weil so viel Marmelade gekocht wurde, dass man gar nicht alles selbst essen kann; weil man etwas geschenkt bekommen hat, das einem eigentlich gar nicht schmeckt; etc. Auf diese Weise lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gute Lebensmittel landen nicht im Müll und andere Menschen freuen sich darüber - aus dem Fairteiler können sich nämlich alle einfach bedienen.

Geschrieben am 29.11.2016

Solidarische Landwirtschaft

demnächst wird es auch hier in Ulm/Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit dem  Bio-Gemüsehof René Schimming in Neubronn (Wochenmarkt Neu-Ulm, Wochenmarkt Pfuhl, Alnatura, Erdapfel) eine Solidarische Landwirtschaft geben.
Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Bei Solidarischer Landwirtschaft (kurz Solawi) werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmer*innen mit organisiert und finanziert wird.
Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.
Weitere Infos unter: www.solawiulm.natur-mensch-technik.de/

Der 1992 gegründete gemeinnützige Verein TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e. V. hat das Ziel, wirtschaftlich benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter sowie ihre Familien in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen, sie zu fördern und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.Der Verein vergibt an Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Händler, die bestimmte Kriterien des fairen Handels erfüllen, das Fair-Trade-Siegel für ihre Produkte. Mitglieder sind Organi-sationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Umwelt, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales. Die Finanzierung der Arbeit erfolgt zum größten Teil über Linzenzeinnahmen für das Fair-Trade-Siegel.Inzwischen sind Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel wie zum Beispiel, Bananen, Kaffee, Tee und Schokolade in vielen Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten erhältlich.

"Fairtrade" bedeutet "gerechter Handel": Preise beispielsweise werden so gestaltet, dass Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können, Kinderarbeit ist verboten, strenge Kriterien für Umwelt- und Sozialstandards müssen eingehalten werden.
Um "Fairtrade Town" zu werden, musste auch Ulm fünf Kriterien erfüllen, die vom unabhängigen Verein "Transfair e.V." mit Sitz in Köln überprüft wurden: Unter anderem musste nachgewiesen werden, dass mindestens 22 Einzelhandelsgeschäfte und elf Gastronomiebetriebe in der Stadt Fairtrade-Produkte im Sortiment haben.
In Ulm war diese Hürde leicht zu nehmen: Die Lenkungsgruppe fand mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte und 17 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Fairtrade-Aktivitäten haben außerdem drei Schulen, vier Vereine und 15 Kirchengemeinden zurückgemeldet. Das Rathaus und viele Einrichtungen der Stadt Ulm verwenden Kaffee, Tee und Säfte aus fairem Handel.
Besonders erfreulich ist das Engagement an Ulmer Schulen. So konnte das St.-Hildegard-Schulzentrum als erste Ulmer Schule den Titel "Fairtrade School" entgegennehmen. Auch die Medien berichten ausführlich über Ulmer Veranstaltungen und Projekte rund um Fairtrade. "Ein gutes Gefühl, Teil einer großen Bewegung zu sein", findet Kirsten Tretter, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe und Geschäftsführerin im Ulmer Weltladen.