Aktuelles

Am Donnerstag, 18. Mai 2017 um 18 Uhr lädt das Museum der Brotkultur im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Essen in der Zukunft“ zu einem Abend ein, der den Blick auf die regionalen Möglichkeiten einer ebenso nachhaltigen wie genussvollen Ernährung lenkt.

Zu Gast ist der Verein „Ulm isst gut e. V.“ mit Birgit Schäfer-Oelmayer. Zentrales Ziel des Vereins ist es, das Bewusstsein für regionale, nachhaltige und solidarische Ernährung zu schärfen und darauf aufmerksam zu machen, wer in der Region nachhaltige Nahrungsmittel herstellt und verkauft. In diesem Sinne wird Birgit Schäfer-Oelmayer nicht nur die verschiedenen Tätigkeitfelder des Vereins präsentieren, sondern auch einige Mitglieder des Netzwerks und deren Aktivitäten vorstellen. Darunter Dr. Martin Denoix vom Bezirks-Imkerverein Ulm e. V. und Bernhard Gerstner von der Gruppe SOLAWI (Solidarische Landwirtschaft) Ulm/Neu-Ulm.
Dass auch der Genuss bei einer nachhaltigen Ernährung nicht zu kurz kommt wird eine kleine Verkostung mit Brotaufstrichen zu Beginn der Veranstaltung belegen.

Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 3 Euro

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Dr. Saša Bosancic, Universität Augsburg und Iris Mann, Sozialbürgermeisterin von Ulm
Am Dienstag, 30. Mai, 20 Uhr im EinsteinHaus, Club Orange
Eintritt frei

Soziale Ungleichheit zu bekämpfen ist das erklärte Ziel des deutschen Sozialstaats. Aber wie? Eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zeigt, dass moderne Sozialpolitik von ihrer Vernetzung mit den Politikfeldern Bildung und Arbeit lebt. Dr. Saša Bosancic ist Autor dieser Studie und stellt die Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vor. Im Anschluss diskutieren wir mit ihm und der Sozialbürgermeisterin von Ulm, Iris Mann,die realpolitische Seite dieser Debatte: Was ist machbar? Was bedeutet soziale Gerechtigkeit auf kommunaler Ebene?

Ob Offshore- und Panama-Leaks oder Diskussionen über die Erbschaftssteuer – wie Gesellschaften mit materiellem Reichtum umgehen, ist eine zentrale Frage unserer Gegenwart. Doch was wissen wir über die besonders Vermögenden im 20. Jahrhundert?
Wie gelangten sie zu ihrem Reichtum? Was taten sie, um ihr Vermögen zu erhalten und zu vermehren? Und wie lebte es sich damit? Die Geschichte der Industriellenfamilie Thyssen mit Wohnsitzen in ganz Europa, Nord- und Südamerika und global gestreutem Vermögen gibt exemplarische Einblicke in das Leben der Superreichen im 20. Jahrhundert.

PD Dr. Simone Derix, Universität Bielefeld

Am Donnerstag, 29. Juni, 20 Uhr im EinsteinHaus, Club Orange

Wiederverwenden statt Wegwerfen ist Abfallvermeidung. Deshalb lohnt es sich, den regionalen Tausch- und Verschenkmark der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU) zu nutzen. Jeder kann hier kostenlos und ganz einfach privat tauschen, verschenken und suchen. Gut erhaltene Möbel, funktionstüchtige Elektrogeräte oder andere Gebrauchsgegenstände können hier einen neuen Besitzer finden.

Ziel ist die Förderung der Abfallvermeidung und somit auch der Umweltschutz. Denn: bei der Produktion von Gebrauchsgegenständen werden Energie und Rohstoffe verbraucht. Je länger ein Produkt benutzt wird, desto ressourcenschonender ist es.

Hier der Link, mit dem Sie direkt auf den Tausch- und Verschenkmarkt gelangen: http://www.ebu-ulm.de/tauschboerse/tauschboerse.php

Dort gibt es auch eine ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise. Die Nutzung ist einfach und unkompliziert - und erfolgversprechend!

Geschrieben am 07.03.2017

Fairteiler

Der Fairteiler ist ein frei zugänglicher Schrank mit eingebautem Kühlschrank, der seit einigen Wochen im Erdgeschoss des HDB steht und dazu dient, dass übriggebliebene Lebensmittel an die Frau/den Mann kommen. Dort können Lebensmittel, die man selbst nicht
(mehr) konsumieren möchte oder kann, einfach eingestellt werden. Zum Beispiel, weil man in den Urlaub fährt und der Kühlschrank noch nicht leer ist; weil so viel Marmelade gekocht wurde, dass man gar nicht alles selbst essen kann; weil man etwas geschenkt bekommen hat, das einem eigentlich gar nicht schmeckt; etc. Auf diese Weise lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gute Lebensmittel landen nicht im Müll und andere Menschen freuen sich darüber - aus dem Fairteiler können sich nämlich alle einfach bedienen.

Geschrieben am 29.11.2016

Solidarische Landwirtschaft

demnächst wird es auch hier in Ulm/Neu-Ulm in Zusammenarbeit mit dem  Bio-Gemüsehof René Schimming in Neubronn (Wochenmarkt Neu-Ulm, Wochenmarkt Pfuhl, Alnatura, Erdapfel) eine Solidarische Landwirtschaft geben.
Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Bei Solidarischer Landwirtschaft (kurz Solawi) werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmer*innen mit organisiert und finanziert wird.
Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.
Weitere Infos unter: www.solawiulm.natur-mensch-technik.de/

Der 1992 gegründete gemeinnützige Verein TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e. V. hat das Ziel, wirtschaftlich benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter sowie ihre Familien in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen, sie zu fördern und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.Der Verein vergibt an Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Händler, die bestimmte Kriterien des fairen Handels erfüllen, das Fair-Trade-Siegel für ihre Produkte. Mitglieder sind Organi-sationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Umwelt, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales. Die Finanzierung der Arbeit erfolgt zum größten Teil über Linzenzeinnahmen für das Fair-Trade-Siegel.Inzwischen sind Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel wie zum Beispiel, Bananen, Kaffee, Tee und Schokolade in vielen Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten erhältlich.

"Fairtrade" bedeutet "gerechter Handel": Preise beispielsweise werden so gestaltet, dass Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können, Kinderarbeit ist verboten, strenge Kriterien für Umwelt- und Sozialstandards müssen eingehalten werden.
Um "Fairtrade Town" zu werden, musste auch Ulm fünf Kriterien erfüllen, die vom unabhängigen Verein "Transfair e.V." mit Sitz in Köln überprüft wurden: Unter anderem musste nachgewiesen werden, dass mindestens 22 Einzelhandelsgeschäfte und elf Gastronomiebetriebe in der Stadt Fairtrade-Produkte im Sortiment haben.
In Ulm war diese Hürde leicht zu nehmen: Die Lenkungsgruppe fand mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte und 17 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Fairtrade-Aktivitäten haben außerdem drei Schulen, vier Vereine und 15 Kirchengemeinden zurückgemeldet. Das Rathaus und viele Einrichtungen der Stadt Ulm verwenden Kaffee, Tee und Säfte aus fairem Handel.
Besonders erfreulich ist das Engagement an Ulmer Schulen. So konnte das St.-Hildegard-Schulzentrum als erste Ulmer Schule den Titel "Fairtrade School" entgegennehmen. Auch die Medien berichten ausführlich über Ulmer Veranstaltungen und Projekte rund um Fairtrade. "Ein gutes Gefühl, Teil einer großen Bewegung zu sein", findet Kirsten Tretter, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe und Geschäftsführerin im Ulmer Weltladen.