Aktuelles

Nachhaltigkeit sichtbar machen

Die N!-Tage 2018 finden vom 07. bis 10. Juni statt und sind auch in diesem Jahr wieder Teil der europäischen Nachhaltigkeitswoche. Seien Sie dabei und machen Sie mit Ihren zukunftsweisenden Ideen und Projekten sichtbar und erlebbar. Starten Sie bereits jetzt mit der Planung Ihrer Aktionen!

Weitere Infos unter: www.n-netzwerk.de/n-tage

Was sind die Nachhhaltigkeitstage (N!-TAGE)
Die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg wurden 2012 von der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg initiiert. Ziel ist es, nachhaltiges Handeln sicht- und erlebbar zu machen. An den N!-Tagen sind alle Bürgerinnen und Bürger im Land aufgerufen, eine nachhaltige Aktion anzubieten, um das Thema Nachhaltigkeit einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Bei den ersten Nachhaltigkeitstagen waren es landesweit 400 Aktionen. Zuletzt waren es über 1.700 Aktionen.

Wer kann bei den N!Tagen mitmachen?
Jeder im Land - ob Privatperson, Kommune, Verein, Unternehmen, Verband, Stiftung, Schule, Kindergarten usw. - kann eine Aktion an den N!-Tagen präsentieren und zu einem HeldenN! der Tat werden.

Was können Sie tun?
Melden Sie Ihre nachhaltige Aktion für die Nachhaltigkeitstage im n-netzwerk der Nachhaltigkeisstrategie Baden-Württemberg an. Wenn Sie noch keine Aktionsidee haben, dann lassen Sie sich von den vielen 1.000 eingetragenen Aktionen im n-netzwerk inspirieren.

am Samstag, den 30.06. um 15 Uhr
Das Hofgut Neubronn liegt im Ulmer Winkel zwischen den Holzheim und Holzschwang. Bio-Landwirt René Schimming baut hier seit 1997 auf 11 ha Bioland-Gemüse an. Das Gemüse liefert er an Ulmer Bioläden und seit Mai 2017 auch an die Solidarische Landwirtschaft (SOLAWI) Ulm. Hier haben sich 50 Prosumenten zusammengeschlossen: Menschen, die sich mit dem Landwirt die Ernte und auch das unternehmerische Risiko teilen. Bei unserem Besuch besichtigen wir den Hof und erfahren näheres über die SOLAWI Ulm Treffpunkt: Hofgut Neubronn, wir helfen gerne bei der Organisation von Fahrgemeinschaften. Info und Anmeldung bis 27.06.2018 im Agenda-Büro.

Geschrieben am 19.12.2017

Fairteiler

Der Fairteiler ist ein frei zugänglicher Schrank mit eingebautem Kühlschrank, der seit einigen Wochen im Erdgeschoss des HDB steht und dazu dient, dass übriggebliebene Lebensmittel an die Frau/den Mann kommen. Dort können Lebensmittel, die man selbst nicht
(mehr) konsumieren möchte oder kann, einfach eingestellt werden. Zum Beispiel, weil man in den Urlaub fährt und der Kühlschrank noch nicht leer ist; weil so viel Marmelade gekocht wurde, dass man gar nicht alles selbst essen kann; weil man etwas geschenkt bekommen hat, das einem eigentlich gar nicht schmeckt; etc. Auf diese Weise lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Gute Lebensmittel landen nicht im Müll und andere Menschen freuen sich darüber - aus dem Fairteiler können sich nämlich alle einfach bedienen.

Geschrieben am 19.12.2017

Solidarische Landwirtschaft

auch hier in Ulm/Neu-Ulm gibt es seit ca. 1 Jahr in Zusammenarbeit mit dem  Bio-Gemüsehof René Schimming in Neubronn (Wochenmarkt Neu-Ulm, Wochenmarkt Pfuhl, Alnatura, Erdapfel) eine Solidarische Landwirtschaft.
Wie kann heute angesichts des globalen Super-Marktes eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleiben, die gesunde, frische Nahrungsmittel erzeugt und die Natur- und Kulturlandschaft pflegt?

Bei Solidarischer Landwirtschaft (kurz Solawi) werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Teilnehmer*innen mit organisiert und finanziert wird.
Solidarische Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

Menschen, die in der Landwirtschaft arbeiten, haben meist nur die Wahl entweder die Natur oder sich selbst auszubeuten. Ihre Existenz hängt von Subventionen und  Markt- bzw. Weltmarktpreisen ab. Beide sind Faktoren, auf die sie keinen Einfluss haben und die sie häufig zwingen, über ihre persönliche Belastungsgrenze sowie die von Boden und Tieren zu gehen, oder ganz aus der Landwirtschaft auszusteigen. Auch der ökologische Landbau ist von diesem Mechanismus nicht ausgenommen.

Solidarische Landwirtschaft ist eine innovative Strategie für eine lebendige, verantwortungsvolle Landwirtschaft, die gleichzeitig die Existenz der Menschen, die dort arbeiten, sicherstellt und einen essenziellen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet.
Weitere Infos unter: www.solawiulm.natur-mensch-technik.de/

Wiederverwenden statt Wegwerfen ist Abfallvermeidung. Deshalb lohnt es sich, den regionalen Tausch- und Verschenkmark der Entsorgungs-Betriebe der Stadt Ulm (EBU) zu nutzen. Jeder kann hier kostenlos und ganz einfach privat tauschen, verschenken und suchen. Gut erhaltene Möbel, funktionstüchtige Elektrogeräte oder andere Gebrauchsgegenstände können hier einen neuen Besitzer finden.

Ziel ist die Förderung der Abfallvermeidung und somit auch der Umweltschutz. Denn: bei der Produktion von Gebrauchsgegenständen werden Energie und Rohstoffe verbraucht. Je länger ein Produkt benutzt wird, desto ressourcenschonender ist es.

Hier der Link, mit dem Sie direkt auf den Tausch- und Verschenkmarkt gelangen: http://www.ebu-ulm.de/tauschboerse/tauschboerse.php

Dort gibt es auch eine ausführliche Beschreibung der Vorgehensweise. Die Nutzung ist einfach und unkompliziert - und erfolgversprechend!

Der 1992 gegründete gemeinnützige Verein TransFair – Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt" e. V. hat das Ziel, wirtschaftlich benachteiligte Kleinbauern und Arbeiter sowie ihre Familien in Asien, Afrika, Ozeanien und Lateinamerika auf ihrem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung zu unterstützen, sie zu fördern und ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.Der Verein vergibt an Importeure, Verarbeitungsbetriebe und Händler, die bestimmte Kriterien des fairen Handels erfüllen, das Fair-Trade-Siegel für ihre Produkte. Mitglieder sind Organi-sationen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Umwelt, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales. Die Finanzierung der Arbeit erfolgt zum größten Teil über Linzenzeinnahmen für das Fair-Trade-Siegel.Inzwischen sind Produkte mit dem Fair-Trade-Siegel wie zum Beispiel, Bananen, Kaffee, Tee und Schokolade in vielen Einzelhandelsgeschäften und Supermärkten erhältlich.

"Fairtrade" bedeutet "gerechter Handel": Preise beispielsweise werden so gestaltet, dass Produzentinnen und Produzenten in Entwicklungsländern von ihrer Arbeit angemessen leben können, Kinderarbeit ist verboten, strenge Kriterien für Umwelt- und Sozialstandards müssen eingehalten werden.
Um "Fairtrade Town" zu werden, musste auch Ulm fünf Kriterien erfüllen, die vom unabhängigen Verein "Transfair e.V." mit Sitz in Köln überprüft wurden: Unter anderem musste nachgewiesen werden, dass mindestens 22 Einzelhandelsgeschäfte und elf Gastronomiebetriebe in der Stadt Fairtrade-Produkte im Sortiment haben.
In Ulm war diese Hürde leicht zu nehmen: Die Lenkungsgruppe fand mindestens 27 Einzelhandelsgeschäfte und 17 Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte anbieten. Fairtrade-Aktivitäten haben außerdem drei Schulen, vier Vereine und 15 Kirchengemeinden zurückgemeldet. Das Rathaus und viele Einrichtungen der Stadt Ulm verwenden Kaffee, Tee und Säfte aus fairem Handel.
Besonders erfreulich ist das Engagement an Ulmer Schulen. So konnte das St.-Hildegard-Schulzentrum als erste Ulmer Schule den Titel "Fairtrade School" entgegennehmen. Auch die Medien berichten ausführlich über Ulmer Veranstaltungen und Projekte rund um Fairtrade. "Ein gutes Gefühl, Teil einer großen Bewegung zu sein", findet Kirsten Tretter, die Vorsitzende der Steuerungsgruppe und Geschäftsführerin im Ulmer Weltladen.